„Sind Sozialarbeiter nicht (mehr) gut genug?“
Das Buch ist für eine begrenzte Zeit online kostenfrei downloadbar!
„Sind Sozialarbeiter nicht (mehr) gut genug?“ fragen die Autoren Barbara Beck und Prof. Dr. Michael Borg-Laufs in Ihrem gerade veröffentlichten Buch zur anstehenden Überarbeitung des Psychotherapeutengesetzes. Denn während das Psychotherapeutengesetz von 1999 noch die spezifischen Kenntnisse von Sozialpädagogen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen hervorgehoben hat, könnte eine Novellierung des Gesetzes, die zur Zeit vorbereitet wird, den Zugang von Sozialpädagogen zur Psychotherapeuten-Ausbildung nahezu ausschließen, wenn die Zulassungsvoraussetzungen zur Ausbildung so gestaltet werden, wie es aktuelle Entwürfe vorsehen. Das Buch ist für eine begrenzte Zeit online unter http://www.hs-niederrhein.de/fb06/schriftenreihe/band-50-beck-borg-laufs-sind-sozialarbeiter-nicht-mehr-gut-genug/ kostenfrei downloadbar.
4. Internationale ERIS Konferenz
Unter dem Thema „Social Work and Diversity – Looking at Gender, Class, Culture and Religion“ findet vom 21. bis zum 23. Oktober 2010 in Köln die diesjährige Konferenz des „European Research Institute für Social Work“ (ERIS) statt. Gastgeberin ist die Kölner Abteilung der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen (KatHO) im Fachbereich Sozialwesen. Im Rahmen der Konferenz werden Vorträge und Workshops von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des ERIS-Netzwerkes in Kooperation mit Lehrenden der KatHO angeboten. Beim Austausch zwischen internationalen Fachleuten aus Forschung, Lehre und Praxis geht es darum, das Thema Diversität in der Sozialen Arbeit aus europäischer Perspektive zu betrachten und, wo möglich und sinnvoll, für die Soziale Arbeit in Deutschland weiterzuentwickeln. Bitte beachten Sie: Die Kongresssprache ist Englisch.
Hier finden Sie weitere Informationen dazu (Pdf 544 Kb, Pdf 52 Kb).
Saarbrücker Erklärung vom 24. Juni 2010
Sozialarbeiter sehen Sozialstaat und sozialen Frieden in Gefahr
Der Deutsche Berufsverband für Soziale Arbeit (DBSH) warnt in seiner „Saarbrücker Erklärung“ angesichts der fortgesetzten Kürzungen bei sozialen Leistungen und Diensten vor einer wachsenden Spaltung der Gesellschaft. Stattdessen fordert der Verband von der Politik ein wirkliches „Armutsbekämpfungskonzept“ und eine solidarische Beteiligung der Bezieher von höheren Einkommen und von Unternehmen an den Sozialkosten. Um dies durchzusetzen, müsse die Soziale Arbeit politischer werden, so der 1. Vorsitzende des DBSH, Michael Leinenbach: „Es ist ethische Verpflichtung der Profession sich für soziale Gerechtigkeit einzusetzen“.
Als Beispiel nennt der Verband die Kürzungen des Elterngeldes: Nach einer beispiellosen Diffamierung der sog. „Hartz IV – Empfänger“ würden die aktuell von der Bundesregierung beschlossenen Haushaltskürzungen zuerst die von Armut betroffenen Menschen treffen. Bereits mit der Einführung des neuen Elterngeldes Anfang 2007 wurde für sie die Bezugsdauer im Vergleich zum früheren Erziehungsgeld von 24 auf 12 Monate begrenzt, nunmehr sollen „Hartz IV“-Empfänger ganz auf Unterstützung für ihre neu geborenen Kinder verzichten - und dies trotz der allerorten beklagten Kinderarmut.
Die Politik, bei armen Familien zu kürzen, ist aus den USA bestens bekannt. Dort begrenzte Bill Clinton 1977 die Unterstützung für die Kinder von SozialhilfeempfängerInnen. Dahinter steht der Glaube, dass sich Armut quasi biologisch vermehrt und ein Absenken von staatlicher Unterstützung dazu führt, dass einkommensschwache Familien keine Kinder mehr bekommen und so die Armut bekämpft wird. „Eine solche Botschaft ist unethisch und geht an der sozialen Realität vorbei“, so Friedrich Maus vom Vorstand des DBSH.
Doch dies ist nicht die einzige geplante Kürzung – wieder einmal sind es Erwerbslose, Gering- und Wenigverdiener, die die Lasten der Krise tragen sollen und sich in Zukunft noch weniger als bisher auf staatliche Hilfe und Förderung zur Selbsthilfe verlassen können. In Folge der immer dramatischer werdenden Finanzsituation der Kommunen werden viele unterstützende soziale Dienste ihre Angebote einschränken oder gar einstellen müssen. Bereits heute können in vielen Bereichen soziale Dienste nur noch symbolische Hilfen anbieten oder auf „Tafeln“ oder „Suppenküchen“ verweisen.
Nicht wenige Tätigkeitsfelder der Sozialen Arbeit selbst sind Opfer neoliberaler Politikansätze: Statt langfristig wirksamer Hilfe und Förderung soll Soziale Arbeit nur noch dazu beitragen, mögliche Ansprüche von Menschen in Not zu minimieren. Damit verbunden verschlechtern sind die Arbeitsbedingungen in der Sozialen Arbeit zusehends. „Leiharbeit zu Minilöhnen, Ausstieg aus Tarifverträgen und das Missachten von gesetzlichen Standards – alles das, was in der Privatwirtschaft beklagt wird – findet sich zum Teil verschärft auch in den sozialen Diensten wieder“, so Michael Leinenbach, 1. Vorsitzender des DBSH.
In dieser Situation bestärkt der Deutsche Berufsverband für Soziale Arbeit (DBSH) in seiner aktuell verabschiedeten „Saarbrücker Erklärung“ die besondere Verpflichtung der Profession zur Parteinahme für Arme und für die Verpflichtung der Politik, ein wirksames „Armutsbekämpfungskonzept“ vorzulegen. Der DBSH fordert eine Vielzahl von Maßnahmen zur Förderung und Hilfe für Menschen mit Unterstützungsbedarf, sowie Verbesserungen in den Bereichen Erziehung, Bildung, Pflege und Gesundheit. Für soziale Dienstleistungen muss es darüber hinaus festgesetzte Standards geben, um Quantität und Qualität zu sichern. „Hilfe darf nicht zur Marktware verkommen“, so der Verband.
Der DBSH ist sich dabei bewusst, dass dies mit den vorhandenen Finanzmitteln nicht zu realisieren ist: „Wenn der soziale Frieden in der Gesellschaft erhalten bleiben soll, so bedarf es einer solidarischen Haltung vor allem der Menschen mit höherem Einkommen“, so Michael Leinenbach, erster Vorsitzender des DBSH“. Gefordert werden eine solidarische Absicherung im Gesundheitsbereich, eine breitere Einnahmebasis für die Rentenversicherung, eine Erhöhung der Einkommenssteuer, eine besondere Beteiligung großer Vermögen, eine gerechte Erbschaftssteuer sowie Steuern auf Boni und Spekulationsgewinne.
Die Saarbrücker Erklärung können Sie auch hier abrufen http://www.dbsh.de/Saarbruecker-Erklaerung.pdf
Mitteilung 148 vom 08.03.2010
Jahrestagung 2010 - Call for paper
Bitte beteiligen Sie sich aktiv an der nächsten Jahrestagung der DGSA vom 26.-27.11.2010 an der EFH Freiburg 'Das Ganze und die Teile - Generalisierung und Spezialisierung Sozialer Arbeit im internationalen Vergleich'. Hier finden Sie den 'Call for paper (Pdf, 50 KB)'. Bei Interesse an einer Einreichung wenden Sie sich für Einzelbeiträge bitte an die jeweiligen Sektionen und Fachgruppen (die AnsprechpartnerInnen finden Sie in der Rubrik Sektionen und Fachgruppen).
Mit Ideen für ad hoc-Gruppen zu Themenbereichen, die bisher nicht ihren Niederschlag in eigenständigen Untergruppen der DGSA gefunden haben, oder aber gemeinsame Panels verschiedener Sektionen und Fachgruppen können Sie sich auch direkt an: sb@gahleitner.net wenden. Bitte senden Sie Ihre Einreichungen rechtzeitig ab. Die Deadline ist Ende April. Wir freuen uns auf eine interessante Tagung im November, an der sich viele an lebhaften Diskussionen beteiligen.
Mitteilung 147 vom 24.02.2010
Ad-Hoc-Gruppe "Die KlientInnen aus dem Blick"
Auf der Jubiläumstagung der DGSA im November 2009 fanden zwei Beiträge aus Österreich besondere Aufmerksamkeit. Die beiden Beiträge der Ad hoc-Gruppe verband, dass sie die Sozialarbeitsforschung dazu anregten, stärker den Blick von den KlientInnen weg zu wagen. Während der erste Input empfahl, an Forschungsfragen mit Subjektbezug explizit die Frage nach dem dazu gehörenden sozialen Raum anzuschließen, wurde im zweiten Referat die Systemebene der Organisationen in den Blick genommen, in deren Rahmen Soziale Hilfe in der Gegenwartsgesellschaft Großteils erbracht wird und deren Eigengesetzlichkeiten sie folglich unterliegt (Powerpointpräsentation_1 Pdf 182 kB, Powerpointpräsentation_2 Pdf 2,9 MB).
Mitteilung 146 vom 09.10.2009
Call for Papers: 3. Fachtagung Soziale Diagnostik und Klassifikation 06./07.05.2010
Die Fachtagung schließt an die Tagungen zur sozialen Diagnostik in Emden (2006) und St. Pölten (2008) an. Sie greift die Grundsatzfragen zur sozialen Diagnostik auf und stellt die aktuelle Praxis und den Forschungsstand zur sozialen Diagnostik in den unterschiedlichen
Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit dar. Die Spanne der Handlungsfelder reicht vom ASD und der Jugendhilfe über die Sozialpsychiatrie und Rehabilitation bis hin zu gemeinwesenorientierten Ansätzen. Die Tagung ist als Diskussionsforum für die neuen Entwicklungen in Theorie und Praxis sozialer Diagnostik gedacht. Erstmalig wird auch die Frage der Klassifikation in der Sozialen Arbeit einen festen Platz in der Darstellung und Diskussion finden.
Download: Call for Papers (doc, 35 KB)
Mitteilung 145 vom 13.06.2009
Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin richtet Promotionskolleg ein
Ab Januar 2010 wird an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin das Promotionskolleg »Soziale Professionen und Menschenrechte« eingerichtet. Die Hochschule möchte mit der Einrichtung des Promotionskollegs den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern und den Forschungsdiskurs zum Thema Menschenrechte innerhalb der Sozialen Professionen vertiefen. Voraussetzung für die Aufnahme in das Promotionskolleg ist ein abgeschlossenes erstes Hochschulstudium (Diplom, Magister oder Master) in einem Studiengang des Sozial- und Gesundheitswesens (Fachhochschule oder Universität). Im Rahmen des Promotionskollegs werden Promotionsstipendien an Frauen ausgegeben.
Download: Folder (pdf, 1 MB) zu dem Vorhaben.
Mitteilung 144 vom 20.05.2009
Programm liegt vor: Zwanzig Jahre Deutsche Gesellschaft für Soziale Arbeit
Das Programm für die nächste Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit e.V. ist fertig. Die Veranstaltung ist, wie geplant, dem zwanzigjährigen Bestehen der Organisation gewidmet (vgl. Mitteilung 141). Bei dem Treffen am 27. und 28. November 2009 in München werden sich am ersten Tag Prof. Dr. C. Wolfgang Müller und Prof. Dr. Peter Sommerfeld zu den Entwicklungsperspektiven und Anforderungen der Sozialen Arbeit in Wissenschaft und Praxis positionieren. Die Sektionen und Fachgruppen der DGSA werden sich am zweiten Tag aus ihrer spezifischen Perspektive mit besonderen Fragestellungen der bisherigen Arbeit und zukünftigen Arbeitsperspektiven befassen.
Download: Programm (pdf, 230 KB).
Mitteilung 143 vom 21.04.2009
Frühjahrskolloquium erfolgreich beendet
Forschungsarbeiten und Dissertationen können entscheidend zur theoretischen Fundierung der Praxis und zur Praxisrelevanz der Sozialarbeitswissenschaft beitragen. Das war ein Ergebnis des Frühjahrskolloquiums der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit für Doktorandinnen und Doktoranden mit Fachhochschulabschluss. Die 13. Veranstaltung dieser Art fand am 3. und 4. April 2009 in Freiburg im Breisgau statt.
Download: Protokoll (doc, 55 KB) des Treffens von Prof. Dr. Albert Mühlum.
Mitteilung 142 vom 26.03.2009
Hochschuldidaktisches Kolloquium diskutiert Lehre und Praxis in Bachelor-Studiengängen
Das 8. Hochschuldidaktisches Kolloquium »Sozialarbeitswissenschaft in der Lehre« der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit e.V. findet am 24. April 2009 in der Fachhochschule Köln statt. Thematischer Schwerpunkt wird die Verknüpfung von Lehre und Praxis in Bachelor-Studiengängen sein. Daneben ist Raum für die Erörterung weiterer Erfahrungen mit der »Fachwissenschaft Soziale Arbeit« und »neuen Studiengängen«. Ein wichtiges Anliegen dieser Kolloquien ist stets auch der Erfahrungsaustausch von erfahrenen und jungen Kolleginnen und Kollegen.
Download: Einladung (doc, 34 KB) zu diesem Treffen.
Mitteilung 141 vom 24.03.2009
Call for papers: Zwanzig Jahre Deutsche Gesellschaft für Soziale Arbeit
Die nächste Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit e. V. ist dem zwanzigjährigen Bestehen der Organisation gewidmet. Die Veranstaltung am 27. und 28. November 2009 in München steht unter dem Titel: »Zwanzig Jahre Deutsche Gesellschaft für Soziale Arbeit – Zwanzig Jahre Profilierung der Sozialarbeitswissenschaft. Ein Blick zurück ein Blick nach vorn.« Aufgerufen sind alle Sektionen, Fachgruppen und Arbeitskreise der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit, die Entwicklung innerhalb des eigenen Bereiches in den Blick zu nehmen.
Download: Call for Papers (doc, 26 KB) mit weiteren Hinweisen.


